Wolfgang

Tanztheater

von backsteinhaus produktion

›Wenn der Mensch auf die Hände fiele, als Vierfüßler ginge, sich sein Fell stehen ließe und heulte, so wäre evolutionär ein bedeutender Schritt getan.‹

Ein Stück für eine Sprecherin, einen Dirigenten, einen Musiker und Trucker, einen Chor, fünf bis sechs Tänzer*innen und ein Kind. Als Wölfe tanzen sie in ein Europa zurück, aus dem sie für lange Zeit vertrieben waren. Wolfgang schlägt sich als unzähmbarer Gefährder, einsam, räudig und posthuman auf der Suche nach einem Zuhause durch. Wer will mich? Die Herbergssuchenden präsentieren sich von ihrer besten Seite. Ihre territorialen Kämpfe, Streit um Rangordnung bis zur zärtlichen Sorge um die Familie lassen sich aus nächster Nähe und in freier Wildbahn beobachten.

 

Tanz und Schauspiel: Chloé Beillevaire, Jean Bermes, Steven Chotard, Giancarlo D’Antonio, Isabelle v. Gatterburg, Heiko Giering, Joscha Halder, Caroline Intrup, Andreia Rodrigues

Team: Nicki Liszta (Künstlerische Leitung, Choreografie), Isabelle von Gatterburg (Produktionsleitung, Künstlerische Assitenz), Heiko Giering (Komposition & Musik), Valentin Eisele (Bühne & Kostüm), Caroline Intrup & Martina Grohmann (Dramaturgie), Michael Guserle (Hospitanz). In Kooperation mit dem Theater Rampe.

 

Premiere: 12. Oktober 2017, 20:00 Uhr | Theater Rampe, Stuttgart | Karten

Weitere Termine:
13.-14. & 18.-21. Oktober 2017, 20:00 Uhr | Theater Rampe, Stuttgart

 

Pressestimmen

»… weil die Choreografin Nicki Liszta über dieses Raubtiergehege herrscht, erwartet die Zuschauer ein ungewöhnlicher Tanztheaterabend, bei dem Konstellationen aufgebrochen und Regeln auf den Kopf gestellt werden – so intensiv, dass schnell klar wird: Mit dem Wolf geht es um die Mauer in unseren Köpfen, um die Fähigkeit, wach und wandelbar zu sein statt träge und voreingenommen.
Liszta ist eine Meisterin darin, Themen durch räumliche Nähe zu vermitteln … von einer ›persönlichen Performerin‹ betreut, muss sich niemand fürchten, wenn er plötzlich unter Wölfen ist. … der Tanz [behält] animalische Schärfe und lotet die Balance zwischen Menschen- und Wolf-Gang mit aggressiver Wucht aus, bis Evolutionssprünge zur schmerzhaften Fortbewegung werden. …
Nicht wie wir leben wollen, ist die Frage, sondern wie wir Zusammenleben können: Nicki Liszta findet für die Spannungen der Zeit tierisch gute Bilder.« Andrea Kachelrieß, Stuttgarter Nachrichten, 14. Oktober 2017

 

›Wolfgang‹ bei backsteinhaus produktion